Basisinformation 

Infoflyer "15 Fragen & Antworten zum Tourette-Syndrom" -> Kurzinformation TGD 

Information Tourette-Syndrom [www.tourette.2page.de] 

Auflistung möglicher Tourette-Symptome (pdf)

Tourette-Syndrom, ADHS, Zwangsstörungen [www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de] 

Tourette-Syndrom - Fragen und Antworten  Prof. Dr. A. Rothenberger | Dr. V. Roessner

Fragebogen zum Tourette-Syndrom  Prof. Dr. A. Rothenberger [www.tourette-gesellschaft.de]

Einschätzungen zum Verlauf des Tourette-Syndroms  (pdf) Prof. Dr. K. Müller-Vahl

Tourette-Syndrom: eine neurologische, psychiatrische oder neuropsychiatrische Erkrankung? (pdf)

Video: Junge mit Kopftics (ohne Ton) avi 840 KB

Video: Erwachsener mit Blinzeltics und Grimassieren mpg 6.378 MB (Selbstaufnahme)

MRT Tourette: JPG's und Brainmovies von Betroffenen 

Tourette-Syndrom  Prof. Dr. Volker Faust [www.psychosoziale-gesundheit.net] 

Ticstörungen (F95) Leitlinien DGKJP - AWMF online

Tics - Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie - AWMF online

Tics und Tourette-Syndrom  (pdf) Deutsche Gesellschaft für Neurologie [www.dgn.org]

Tourette-Syndrom | in deutscher Sprache [www.wikipedia.org]

National Institute of Neurological Disorders and Stroke | Tourette Syndrome Fact Sheet [www.ninds.nih.gov]

Tourette syndrome | english language [www.wikipedia.org]

Tic Disorder / Classification | english language [www.wikipedia.org]

Sociological and cultural aspects of Tourette syndrome [www.wikipedia.org]

ADHS, Tic und Zwang | Abstracts: Hauptvorträge, Symposien | Kongress MH Hannover 10/2008 (pdf) 

Yale Globale Tic-Schweregrad-Skala (Leckmann et al.) -> autorisierte Übersetzung H.-C. Steinhausen (pdf)

Yale-Tourette-Syndrom-Symptomliste (Cohen und Mitarbeiter) -> Bearbeitung H.-C. Steinhausen (pdf)

 

Die Kernsymptomatik des Tourette-Syndroms besteht aus motorischen und vokalen Tics, zusätzlich können AD(H)S, Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen und Autoaggressionen auftreten. Darüber hinaus ist ein Teil der Tourette-Patienten auch von den Komorbiditäten (Krankheits- oder Störungsbilder) Asperger-Syndrom, Schlafstörungen und Restless-Legs-Syndrom betroffen. Das Tourette-Syndrom mindert nicht die intellektuelle Leistungsfähigkeit.  

Vermutete Ursache: Störung im dopaminergen System innerhalb von Regelkreisen zwischen Basalganglien, frontalem Kortex und limbischem System. Es ist primär von einer Dysfunktion in frontalen Assoziations- und Projektionsbahnen auszugehen, welche sekundär zu einer Enthemmung von Limbischem System und Basalganglien führt. Dies erklärt sowohl die Entstehung von motorischen und vokalen Tics als auch von Verhaltensauffälligkeiten wie ADHS und OCD. Prävalenz: ca. 0,05 bis 0,10 % der Bevölkerung. Für die BRD werden auch höhere Betroffenenzahlen angenommen. Eine bundesweite Untersuchung, um eine exaktere Einschätzung der Prävalenz zu ermöglichen, wurde bisher nicht durchgeführt.

Um die Diagnose "Tourette-Syndrom" (TS) stellen zu können, müssen mindestens zwei motorische sowie wenigstens ein vokaler Tic vorhanden sein, die länger als ein Jahr bestehen und vor dem 21. Lebensjahr aufgetreten sind. Häufiger Erkrankungsbeginn zwischen dem 6. und 8. Lebensjahr, Männer und Frauen sind betroffen im Verhältnis 4:1. 

Unbedingt ist das TS jedoch zu unterscheiden von der chronischen motorischen Tic-Störung (nur motorische Tics) und der chronischen vokalen Tic-Störung (nur vokale Tics) mit einer Erkrankungsdauer von mehr als einem Jahr. Außerdem muss das TS noch unterschieden werden von der transienten Tic-Störung (TTS) des Kindesalters, die sich zwischen dem 6. und 10. Lebensjahr für einige Wochen oder Monate entwickeln kann und sich dann wieder zurückbildet und im weiteren Lebensverlauf nicht mehr auftritt (transient: vorübergehend). Nach Informationen von Prof. Dr. Rothenberger (Göttingen) dauert eine TTS mindestens 2 Wochen, niemals jedoch länger als 12 Monate. Die Symptome sind: ein einziger Tic oder multiple motorische und/oder vokale Tics, die mehrmals täglich auftreten.

Die Koprolalie, die unkontrollierbare Neigung obszöne oder sozial tabuisierte Begriffe, häufig mit sexuellem Inhalt, aussprechen zu müssen, entwickeln schätzungsweise 20-30 % der Betroffenen. Diese mögliche Teilsymptomatik ist kein essenzielles Merkmal des Tourette-Syndroms und tritt auch bei anderen neuropsychiatrischen und neurodegenerativen Erkrankungen auf. Männer sind signifikant häufiger von Koprolalie betroffen als Frauen.

 

Home