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Mein Leben mit Tourette Im Jahre 1985 kehrte ich nach zwei Klinikaufenthalten und nachdem ich längere Zeit in verschiedenen Orten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gewohnt hatte, nach Speyer, meinem ursprünglichen Wohnort zurück. Meine Tourette-Erkrankung dominierte mein Leben, ich lebte isoliert und hatte keine Kontakte zu anderen Menschen. Zufällig lernte ich damals Roland Straub kennen, der zusammen mit einem Freund in einer WG in Speyer lebte. Ich weiß nicht mehr wie oft wir zusammen gesessen und geredet haben, über ihn kam ich mit vielen interessanten und toleranten Menschen in Kontakt. Die Künstler, die dort ein und aus gingen, inspirierten mich zu den ersten eigenen literarischen Veröffentlichungen und der Herausgabe mehrerer Kunstpostkarten. Mein Leben veränderte sich in einem mehrere Monate dauernden Prozess, die Isolation war durchbrochen. Roland ist mir bis heute ein wichtiger und unverzichtbarer Freund. Hermann Krämer
Roland Straub Roland, der seit 1966 psychisch krank ist, reflektiert sehr intensiv auf die Menschen, mit denen er in Kontakt kommt. Seine Erlebnisse verarbeitet er in lyrischen und fotographischen Arbeiten. Aber das nur so zu sehen, wäre eine unzulängliche Beschreibung seiner Persönlichkeit. Roland Straub, geboren am 1. Juli 1947 in Speyer, war schon immer ein suchender und künstlerisch auf die Welt antwortender Mensch, seine Wahrnehmungen hat er in zahlreichen Fotographien und Gedichten zum Ausdruck gebracht.
Ausstellungen 1989 Werkstattladen Speyer "blueprint"
Veröffentlichungen 1990 Herausgabe des Gedichtbands "Wandlungen"
Schulischer und beruflicher Werdegang: Nach Besuch der Volksschule und einer
privaten Handelsschule
Kontakt: Roland Straub, Ludwig-Uhland-Str. 16, 67346 Speyer
aus der Fotosequenz: "Der Rabe"
Melancholia Mit Flor umkränzt Ein schmaler Grat, nur, Doch unter Vogelrippen Traum, sich träumend hin Melancholia (pdf)
Fotographie und Lyrik ©
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